Arnhem Open 2015

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Rang Name Land Jug. World Cup
1Joakim StahlSESE50
2Andreas BöhlenCHCH40
3Jan StonavskyCZCZ30

Ein Kurzbericht der viel zu lang ist…

Es ist soweit! Der Höhepunkt der F3B-Wettbewerbssaison steht an. Die 20. Weltmeisterschaft im niederländischen Arnhem! Doch bevor eine Woche Spitzensport feierlich durch Herrn Tomas Bartovsky eröffnet wurde, flogen wir die „Arnhem Open“ – den Vorwettbewerb.

Die Anreise fiel diesmal schon auf Donnerstag, schließlich musste das Hotel bezogen und der Platz erkundet werden. Allerdings blieben die Flugzeuge noch am Boden. Wir fanden uns nur zu einer kurzen Visite des Geländes ein. Etwas überrascht überblickten wir das Layout der Flugbereiche. Anstatt zwei Windenlinien, die – wie normalerweise – parallel zueinander liegen, verliefen diese im 90 Grad-Winkel. Mit der Konsequenz, dass es auch 2 Streckenkurse gab. Die Wettbewerbsleitung wollte damit garantieren, dass nie mit Querwind gestartet werden musste. Wir waren skeptisch diesbezüglich und hofften auf eine stabile Windrichtung. Ein Nachteil fiel allen sofort auf: Die Startstelle und der Bereich zum Parken waren fast 300 m entfernt.

Der Freitag begann für uns vormittags mit ein paar unspektakulären Trainingsflügen. Vorrangig Speed und Strecke wurden getestet. Am frühen Nachmittag ging die Mannschaft zum Processing und anschließend wieder zum Fliegen. „Bussiness as usual“ könnte man sagen 😉 Am Abend ließen wir es ruhig angehen und kosteten die Speisen und Getränke im Hotelrestaurant und besprachen die Details für die anstehenden Tage.

Samstag ging es windig, aber trocken los. Nach dem obligatorischen Briefing und dem Umbau der Winden, weil der Wind aus West blies. Interessanterweise entschied sich der Veranstalter, den Kurs in Nord-Süd-Richtung zu nutzen. Wir starteten also mit Crosswind. 😉 Viel geflogen wurde an diesem Tag allerdings nicht. Der Wind wehte stramm und die Regenwolken erreichten das Gelände früh. Den Zeitflug und die ersten 12 Piloten des Speedfluges schafften wir an diesem Tag, dann setzte der Sturm ein und der Regen folgte etwas später.

Der Zeitflug folgte größtenteils dem Plan, die Zeit in guter Luft abzustehen oder mit den Aufwindfeldern in den Rückraum zu kreisen. Aber mehr als drei Kreise waren selten möglich, da man schnell verblasen wurde. Kam man zu tief, hieß es die Zeit an der Wald- und Buschkante abzusurfen.

Die Speeds waren wenig spektakulär. Vielen Piloten machte der auffrischende Wind zu schaffen und die Bestzeiten lagen im tiefen 14er Bereich. Nach Abbruch des Wettbewerbes, wegen zu viel Wind, entschied sich Thomas Dylla ein paar Trainingsflüge zu machen. Lange ging das allerdings nicht gut. Beim zweiten Start brach der rechte Flügel seines Jedi. Die Reste konnte man zwar noch kontrolliert landen, aber ein Nachbriefing für ein neues C-Modell war trotzdem notwendig. Mehr geschah an diesem Tag nicht. Die anderen Piloten ließen ihre Modelle vorsorglich am Boden.

Der Sonntag zeigte ein besseres Gesicht. Kaum Wind, aber dafür reichlich Sonne begrüßten uns. Leider hatte der Wind gedreht und es hieß mal wieder Umbauen der Winden. Gegen 9 Uhr starteten wir mit dem Streckenflug. Von Anfang an war es thermisch sehr aktiv und die Streckenzahlen variierten deutlich. Einige Favoriten ließen Punkte liegen. So zum Beispiel Andreas Kunz (4 Strecken mit 14 zu 18) und Andreas Böhlen mit 25 zu 26). Souverän blieben dagegen Andreas Herrig und der Schwede Joakim Stahl.

Der erste Speed war gleichzeitig der finale. Es blieb thermisch lebhaft. Wirklich nutzen konnten das nur der Schwede Joakim Stahl, der mit 13,08 s den Tausender und den Sieg im Vorwettbewerb holten und Andreas Böhlen (13,12 s). Damit war dieser Teil beendet. Das Wochenende wurde mit der Siegerehrung und der offiziellen Eröffnung der Weltmeisterschaft, sowie der Vorstellung der Teams durch Tomas Bartovsky abgerundet.

Alles in allem ein schöner Wettbewerb bei schwierigen Bedingungen und leider auch einigen organisatorischen Problemen, die dem Vergnügen F3B aber kaum Abbruch taten.